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Bohren, Feilen, Lasern in 60 Sekunden

OB//CC produziert für Firmen der Region Jobclips zur Personalgewinnung

Von Philipp Stepputtis

„Geh noch etwas nach links, und mach nicht so schnelle Bewegungen“, weist Carlos Viering Auszubildende Janine Gutermuth ein. Der Video-Journalist der OB//CC dreht beim Fuldaer Mess- und Regeltechnik-Produzenten Jumo einen Jobclip über die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik. Diese kurzen Videos sind für viele Firmen unverzichtbar geworden, um jungen, internetaffinen Nachwuchs zu gewinnen.

Der Drehort ist in der Werkhalle von Jumo an mannshohen Ständerbohrmaschinen. Die Aufnahme beginnt: Die angehende Metalltechnikerin fixiert das Werkstück auf dem Tisch der Bohrmaschine. Gutermuth und ihre Kollegin Julia Blotenberg sind am Anfang etwas nervös vor der Kamera. Doch das legt sich schnell: Video-Journalist Viering hat eine freundliche, ruhige Ansprache und weiß, welche Details vor der Kamera wichtig sind. Schnell herrscht eine lockere Atmosphäre am Drehort.

Mit der Kamera immer nah dran am Geschehen: OB//CC-Journalist Carlos Viering filmt in der Werkshalle von Jumo wie Auszubildende Julia Blotenberg ein Metallstück feilt.

Nach mehrmaliger Aufnahme der Szene ist Viering zufrieden. Die junge Auszubildende hat das Metallstück durchbohrt, die Bewegungen stimmen und ihr Vorstellungstext sitzt ohne Stottern und „Ähs“. Nächster Drehort ist an einer Laserbeschriftungsanlage für Metall, Holz und Kunststoffe.

Jumo lässt zum wiederholten Male Jobclips von der OB//CC produzieren. Die Firma mit Sitz nahe der Hochschule Fulda bietet elf Ausbildungsberufe an. Die ein- bis zweiminütigen Jobclips geben Informationen rund um die Ausbildung im Betrieb und erklären, was etwa ein Elektroniker der Betriebstechnik oder Glasapparatebauer im Berufsalltag macht.

Ein solcher Drehtag will gut vorbereitet sein: „Zu Beginn einer Videoproduktion treffe ich mich mit dem Auftraggeber und erstelle ein Konzept“, erklärt Viering. Nach dem Videodreh im Betrieb folge Schnitt und Nachbearbeitung. „Für Konzeption, Dreh und Schnitt eines ein- bis zweiminütigen Videos brauche ich etwa drei Arbeitstage“, sagt der 24-Jährige.

OB//CC-Journalist Carlos Viering filmt in der Werkshalle von Jumo wie Auszubildende Julia Blotenberg ein Metallstück feilt.

Die meiste Zeit ist Viering im Auftrag des Amateurfußballportals torgranate.de unterwegs. Für die OB//CC produziert er für weitere Kunden neben Jobclips etwa Werbe-Intros, die vor journalistische Videos geschaltet werden, oder Videos zur FZ-Sportlerwahl im S-Club. „In die Videoproduktion bin ich hineingeschlittert“, erzählt der Journalist. „Zu Beginn habe ich in meiner Freizeit fotografiert, Videoproduktion habe ich mir durch jahrelanges Lernen angeeignet. Später kamen noch professionelle Fortbildungen im Betrieb hinzu.“

Heute hat er eine Spiegelreflexkamera und einen Sony-Camcorder für hochwertige Filmproduktionen sowie allerlei Objektive dabei. „Außerdem brauche ich eine Funkstrecke mit Mikrofon, das am Kragen des Interviewten befestigt wird“, erklärt Viering. „Falls die Lichtverhältnisse vor Ort schlecht sind, kommt der Lichtkoffer mit Schirmen und Reflektoren zum Einsatz.“ An manchen Tagen muss er viel Equipment zum Kunden tragen.

Jumo-Auszubildende Janine Gutermuth (von links), Jumo-Pressesprecher Michael Brosig und OB//CC-Journalist Carlos Viering im Gespräch, wie die nächste Szene gestaltet werden kann. Im Hintergrund: OB//CC-Journalist Joscha Reinheimer bei der Arbeit.

Nach Drehschluss zeigt sich Jumo-Pressesprecher Michael Brosig sehr zufrieden mit den Aufnahmen. „Bewegtbilder sind ein wichtiges Medium für uns, mit der wir unsere junge Zielgruppe über viele Kanäle erreichen können“, erklärt er. Mit den Videos könne Jumo in den sozialen Medien und auf der eigenen Internetseite gezielt Ausbildungsinteressierte ansprechen.